Bestattung – was bedeutet das?

Die in Deutschland geltende Bestattungspflicht legt fest, dass ein Leichnam ordnungsgemäß bestattet werden muss. Die Kosten dafür tragen die Hinterbliebenen.

Spätestens seit der Abschaffung des Sterbegeldes befinden sich Jahrhundertealte Traditionen rund um die Bestattung im Wandel, vor allem in der westlichen Welt. Eine sorgsam geplante und vermeintlich aufwendig durchgeführte Bestattung scheint vielen Menschen nicht mehr angebracht oder auch realisierbar. Auch vor der Verantwortung einer Grabpflege schreckt man oft zurück, zumal viele Familien inzwischen weit verstreut leben.

Auf der anderen Seite erlebt man im beruflichen Alltag als Bestatterin immer wieder, wie wichtig es letztlich den Hinterbliebenen ist, genau zu wissen, was mit dem Verstorbenen geschieht und wo er seine letzte Ruhe findet.

Denn das grundlegende Bedürfnis der Hinterbliebenen hat sich nicht gewandelt. Trauer braucht nicht nur Zeit – sie braucht oft auch einen Ort, an den sie gerichtet werden kann. Vielen Angehörigen ist es daher ein Trost, die Grabstätte zu kennen und sie benannt zu wissen.

Letztlich gibt es heute eine Vielzahl an Bestattungsarten, sodass jeder entsprechend seiner Persönlichkeit und seiner Möglichkeiten eine angemessene Form findet.